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› Arbeiten › Theater (Performance)

Rhetorik im Widerstand 

Oder: Freimütiges Nachdenken über das Inszenieren von Sprache in Kriegsstücken


Lecture Performance


Wie wir Sprache gebrauchen, nach welchen Kriterien wir sie ästhetisch in Szene setzen, ist wesentlich mit den Annahmen über das verknüpft, was Sprache sei oder zu sein und zu leisten habe.


    

Foto: Thomas Schirren

Paris Lodron Universität Salzburg

Salzburg-Tübinger-Rhetorikgespräche

2016


Konzept

Hinterfragt wird die Darstellung von Gewalt im Theater. Die
ästhetische Position, die hier entwickelt wird, stellt einer Bilderflut und Überinformation, die nicht nur unseren Alltag, sondern vielfach auch das Gegenwartstheater bestimmen, ein Theater radikaler Sprach-Zuwendung gegenüber. An Hand von drei Textbeispielen wird gezeigt, wie die Kunst der Rede Widerstand leisten kann gegen die Herrschaft der Bebilderung und welche Erfahrungsräume sich durch gesprochene Sprache eröffnen lassen. Die rhetorischen Mittel, die dabei zur Anwendung kommen, sind selbst widerständig. Wir befragen den Sprech-Akt: Was kann der eigentlich?



Textbeispiele (drei Kriegsstücke): 


Aischylos “Die Perser” 

(Perserkriege, 5. Jh. v.u.Z.)


William Shakespeare: “Heinrich VI” 

(Roesenkriege, 15. Jh. Erbkriege innerhalb Englands während des 100jährigen Krieges zwischen England und Frankreich)


Elfriede Jelinek: “Bambiland” 

(Zweiter Irakkrieg oder dritter Golfkrieg, 2003)